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2 Nov, 2020

Medizinisches Cannabis-Produkt von Tilray mit vielversprechenden Daten zur Reduzierung von Chemotherapie-bedingter Übelkeit und Erbrechen in der weltweit ersten klinischen Studie

Berlin, 02. November 2020. Tilray, ein weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Forschung, des Anbaus, der Produktion und des Vertriebs von Cannabis, gab bekannt, dass australische Forscher vorläufige Ergebnisse veröffentlicht haben, wonach eines der GMP-produzierten Produkte des Unternehmens in einer weltweit ersten klinischen Studie bei Krebspatienten eine vielversprechende Verringerung von Chemotherapie-bedingter Übelkeit und Erbrechen zeigt.

Die in Annals of Oncology veröffentlichten Ergebnisse zeigten eine signifikante Verbesserung der Kontrolle von Chemotherapie-bedingter Übelkeit und Erbrechen. Bei einem Viertel der Patienten, die medizinisches Cannabis, bestehend aus gleichen Anteilen von THC und CBD, einnahmen, traten kein Erbrechen und keine Übelkeit auf, im Vergleich zu 14 Prozent der Personen, die ein Placebo einnahmen. Die Pilotphase der Studie mit 81 eingeschlossenen Patienten dauerte zweieinhalb Jahre. Um in die Studie aufgenommen zu werden, mussten die Patienten bereits während der Chemotherapie unter Übelkeit und Erbrechen gelitten haben, obwohl sie bereits Medikamente zur Verhinderung von Übelkeit einnahmen.

„Die mit einer Chemotherapie verbundenen Nebenwirkungen sind einige der Hauptursachen für den Abbruch der Behandlung", so Philippe Lucas, Vizepräsident von Global Patient Research and Access bei Tilray, „Daher kann die Verbesserung der Kontrolle von Übelkeit und Erbrechen nicht nur die Lebensqualität der Patienten verbessern, indem sie den von Krebs Betroffenen ermöglicht, ihre Behandlung abzuschließen, sondern auch potenziell Leben retten."

„Übelkeit und Erbrechen gehören zu den beunruhigendsten und am meisten gefürchteten Folgen einer Chemotherapie", sagte Studienleiter Peter Grimison, medizinischer Onkologe am Chris O'Brien Lifehouse und außerordentlicher Professor an der Universität von Sydney. „Diese ermutigenden Ergebnisse weisen darauf hin, dass medizinisches Cannabis dazu beitragen kann, die Lebensqualität von Chemotherapie-Patienten zu verbessern." Nebenwirkungen wie Sedierung, Schwindel und Schläfrigkeit wurden bei etwa einem Drittel der Personen, die medizinisches Cannabis einnahmen, als mäßig bis schwerwiegend eingestuft – diese werden nach Ansicht der Forscher aber als beherrschbar angesehen.

„Die Studie wird nun in eine größere Phase übergehen, um mit viel mehr Sicherheit festzustellen, wie wirksam medizinisches Cannabis ist und ob es für die routinemäßige Krebsbehandlung in Betracht gezogen werden sollte", erläuterte Professor Grimison. „Die nächste Phase der Studie ist im Gang und wird weitere 170 Personen rekrutieren."

Über die CINV-Studie
Die Cannabis CINV-Studie ist zum Zeitpunkt ihres Starts die weltweit größte Studie mit medizinischem Cannabis. Sie ist eine Zusammenarbeit zwischen Chris O'Brien Lifehouse, der Universität Sydney, dem NHMRC Clinical Trials Centre und führenden Krebszentren in New South Wales (NSW). Tilray liefert das Produkt für die Studie, die von der Regierung von New South Wales finanziert wird.

Über Tilray
Tilray ist eines der weltweit führenden Unternehmen bei der Erforschung, Herstellung und dem Vertrieb von medizinischem Cannabis und Cannabinoiden. Dabei kann Tilray auf die Erfahrung mit über 25.000 behandelten Patienten in fünfzehn Ländern auf fünf Kontinenten zurückgreifen. Weitere Information finden Sie auch auf tilray.de.

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